Dimitrij Schaad
© Jeanne Degraa

Dimitrij Schaad

Schauspieler

Dimitrij Schaad, geboren 1985 in Kasachstan, lebt seit 1993 in Deutschland und seit 2013 in Berlin. Nach seinem Abitur 2005, absolvierte er bis 2009 seine Ausbildung an der Bayerischen Theaterakademie August Everding und der Theaterakademie St. Petersburg. 2006 und 2008 erhielt er das Schauspielstipendium des Deutschen Bühnenvereins. Nach Auftritten an den Münchner Kammerspielen und am Schauspiel Essen, war er 2010-2013 am Schauspielhaus Bochum engagiert. Zu seinen wichtigsten Rollen zählten dort Romeo, Biff Loman, Haimon, Karl Rossmann und Hamlet. 2011 wurde er sowohl mit dem Bochumer Theaterpreis als auch beim NRW-Theatertreffen als Bester Nachwuchsdarsteller ausgezeichnet. Dimitrij Schaad ist von 2013-2019 stilprägendes Ensemble-Mitglied des Maxim-Gorki-Theaters in Berlin, das in dieser Zeit zwei Mal zum Theater des Jahres gewählt wird. Neben klassischen Hauptrollen wie Hagen in „Die Nibelungen“, Astrov in „Onkel Wanja“, Pinneberg in „Kleiner Mann - was nun?“ oder Woyzeck, spricht er in nahezu jedem Stück am Gorki einen von ihm selbst verfassten Monolog. Für seinen Rollen in der Spielzeit 2013 / 2014 wählen ihn die Kritiker*Innen in der Jahresumfrage von „Theater heute“ zum Nachwuchsschauspieler des Jahres. 2020 spielte er auf dem Kunstfest Weimar die Hauptrolle in Falk Richters Erstaufführung „Five Deleted Messages“, einem 90minütigen Monolog aus dem Lockdown.

Neben seiner Arbeit am Theater als Schauspieler arbeitet Dimitrij Schaad als Dozent an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch sowie als Regisseur und Autor. Das von ihm mitverfasste Stück “The Situation” von Yael Ronen für das Maxim-Gorki-Theater wurde 2016 zum Theatertreffen eingeladen und – ebenfalls von „Theater heute“ – zum besten deutschsprachigen Stück des Jahres gewählt. Sein erstes selbstgeschriebenes und inszeniertes Stück „Die Konsistenz der Wirklichkeit“ wurde 2017 beim Schauspielschultreffen mit dem Hauptpreis (Ensemblepreis der Konferenz der Darstellenden Künste und des Literarischen Schreibens Schweiz) sowie mit dem Preis der Studierenden ausgezeichnet. 2018 folgte dann das Stück „Die unvorstellbaren Folgen einer eingebildeten Revolution“. Beide Stücke feierten ihre Premiere an der Theaterakademie München.

Darüber hinaus schreibt Schaad gemeinsam mit seinem Bruder Alex Drehbücher. Ihr Film „Invention of Trust“, in dem er auch die Hauptrolle übernimmt, wird 2016 zum Filmfestival Max-Ophüls-Preis eingeladen und erhält eine Auszeichnung als Bester mittellanger Film. Darüber hinaus wird „Invention of Trust“ in Hollywood mit dem prestigeträchtigen Studenten-Oscar® in Gold ausgezeichnet. Der zweite mittellange Film der Schaad-Brüder feiert 2018 ebenfalls seine Premiere auf dem Max Ophüls-Preis und wird mit dem Publikumspreis ausgezeichnet.

Daneben ist Dimitrij Schaad auch auf Leinwand und Bildschirm zu sehen, so z.B. in Detlev Bucks ASPHALTGORILLAS (2018), den erfolgreichen Serien „Beat“ (Amazon, Regie: Marco Kreuzpaintner) und „Das Boot“ (Sky, Regie: R. Ostermann & M. Glasner) sowie zuletzt in der Hauptrolle des Marc-Uwe in Marc-Uwe Klings gleichnamigen Buch- und Hörbuchbestsellers „Die Känguru-Chroniken“. Gerade abgedreht hat er die Kinokomödie JGA unter der Regie von Alireza Golafshan.