
Regisseur, Drehbuchautor
Simon Verhoeven wurde 1972 in München geboren. Er ist der Sohn der Schauspielerin Senta Berger und des Regisseurs und Drehbuchautors Michael Verhoeven. Schon in jungen Jahren kam er mit der Welt des Theaters und des Films in Berührung. Im Alter von 13 Jahren verfasste er sein erstes Theaterstück, das vom Schultheater seines Gymnasiums aufgeführt wurde, und schrieb auch die Musik dazu. Nach dem Abitur sammelte er Erfahrungen als Setrunner und Video Operator, bevor er sich am Lee Strasberg Theatre Institute in New York einschrieb, um Schauspiel zu studieren. Er verließ das Programm nach sieben Monaten zugunsten eines Regie- und Drehbuchstudiums an der Tisch School of the Arts at New York University (NYU). Nach dem Abschluss vertiefte Simon Verhoeven sein Musikstudium am Berklee College of Music in Boston, wo er sich auf das Komponieren von Filmmusik konzentrierte. Als Schauspieler wirkte Simon Verhoeven in mehr als 30 Kino- und Fernsehfilmen mit, darunter Roland Suso Richters preisgekrönter Fernsehfilm „Mogadishu”, aber auch amerikanische Produktionen wie „Partygirl“ (1995) an der Seite von Parker Posey und Liev Schreiber oder „Windsbraut“ („Bride of the Wind“, Regie: Oscar®-Gewinner Bruce Beresford). Verhoeven spielte auch in dem deutsch-russischen Märchenfilm „Vasilisa“ neben Nina Hagen.
2001 gab Verhoeven sein Debüt als Regisseur und Drehbuchautor der Coming-of-Age-Komödie „100 Pro“ mit Ken Duken in der Hauptrolle. Der große Durchbruch kam 2009 mit der Kinokomödie „Männerherzen“. Der Film begeisterte Zuschauer und Kritiker gleichermaßen und erhielt zahlreiche Auszeichnungen wie den Jupiter Award als Bester Film, den Bayerischen Filmpreis für das Beste Drehbuch und den Deutschen Filmpreis für die beste Nebenrolle. Die im Film von Justus von Dohnányi gesungene satirische Hymne „Alle Kinder dieser Erde”, geschrieben von Simon Verhoeven, entwickelte sich zu einem viralen YouTube-Hit. In mehreren Ländern wurden Remakes von „Männerherzen“. gedreht, während Simon Verhoeven an der Fortsetzung „Männerherzen… und die ganz ganz große Liebe“ (2011) arbeitete, erneut als Regisseur, Autor und Komponist.
Mit „Unfriend“ öffnete sich Verhoeven 2015 einem völlig anderen Genre und drehte mit internationaler Besetzung einen Horror-Thriller, der in der Cyberwelt spielt und in diversen internationalen Territorien ins Kino kam. Sein nächster Film, die politische Satire „Willkommen bei den Hartmanns“, widmete sich der Flüchtlingskrise und wurde der erfolgreichste Film des deutschen Kinojahres 2016. Der Film erhielt viele Ehrungen, darunter den renommierten Friedenspreis, und wurde für den Europäischen Filmpreis nominiert. Die Bühnenadaption feierte Premiere am Wiener Burgtheater und wurde danach an mehreren deutschen Theatern gespielt. 2020 kam „Nightlife“ in die Kinos. Simon Verhoevens Komödie, laut eigener Aussage eine Hommage an die Screwball-Komödien seiner Kindheit, mit Elyas M’Barek, Palina Rojinski und Frederick Lau in den Hauptrollen erhielt unter anderem den Deutschen Filmpreis als besucherstärkster Film und wurde mit dem Ernst-Lubitsch-Preis ausgezeichnet.
Im November 2023 kam sein „Girl You Know It’s True“ in die deutschen Kinos, in dem er nach eigenem Drehbuch die Erfolgs- und Skandalgeschichte des Pop-Duos Milli Vanilli erzählt. Die Hauptrollen spielten Tijan Njie als Robert Pilatus und Elan Ben Ali als Fabrice Morvan sowie Matthias Schweighöfer als Musikproduzent Frank Farian. Der von der Filmkritik hochgelobte Film wurde in zahlreichen Ländern ins Kino gebracht und gewann zwei Deutsche Filmpreise (Bestes Kostüm- und Bestes Maskenbild). 2024 feierte sein „Alter weißer Mann“ Kinostart, der ein weiterer Publilkumserfolg wurde.
JUST PUBLICITY vertritt als Presseagentur den Regisseur und Drehbuchautor Simon Verhoeven. Die zuständige Presseagentin ist Regine Baschny.